Interview – mit Rainer Pariasek

Das Outfit passt zu seinem Auftritt. Sportlich, diskret und charmant. Mit einem weissen Polo-Shirt, passenden Turnschuhen und einem Rollerhelm in der Hand durchquert Rainer Pariasek (53) die Terrasse vom «Salonplafond» im MAK, um im angrenzenden schattigen Garten des Österreichischen Museums für angewandte Kunst für das bevorstehende Interview Platz zu nehmen. Es ist Anfang August in Wien, die Hitze drückt und weder die 33 Grad im Schatten, noch die neugierigen Augen der Kunden des Hauses schaffen es, seinen entspannten und lockeren Auftritt zu stören. Rainer Pariasek, Star-Sportmoderator des ORF, folgen je nach Sportanlass mehr als anderthalb Millionen Zuschauer. Eine stattliche Zahl im Zeitalter von Social Media, wo es nur noch um Reichweite und Renommee geht.
Rainer Pariasek. Durch und durch Journalist. Qualität und Seriosität sind sein Credo. Keine Starallüren, im Gegenteil. Wer als junger Erwachsener Strafverteidiger werden wollte, weiss besser als jeder andere, was die Vorbereitungen und die Präsentation eines grossen Sportereignisses an Arbeitsvolumen und Stress mit sich ziehen. Alles ausserhalb des Blickfelds der Kamera. Zuletzt an der Fussball-Weltmeisterschaften 2018 in Russland. «Das ist schon ziemlich viel Arbeit», meint Pariasek ganz bescheiden. Der aus Wien stammende Moderator weiss sich vor dem Druck der Medien und der öffentlichen Meinung zu schützen. Beim Interview erzählt er, wie wichtig es ist, sich eine Auszeit vom stressigen Alltag zu gönnen. Entschleunigung ist bei ihm immer dann angesagt, wenn er die eigenen Batterien wieder aufladen muss. Neben seinen menschlichen Qualitäten und seiner liebenswerten Art liegt der Schlüssel zum Erfolg von Rainer Pariasek vielleicht in diesem kleinen Satz verborgen, den er am Ende des Interviews sagt. «Ich mach das, was ich mache immer noch total gern.».
Rainer Pariasek geht genauso wie er gekommen ist: mit Stil und Diskretion. Er muss wieder zur Arbeit. Eine Live-Fussball-Sendung im ORF wartet noch auf ihn.

 

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